Pötter begrüßte die „Vertreterinnen und Vertreter unseres gemeinsamen demokratischen Parlaments“ herzlich in Osnabrück und erinnerte an die besondere historische Bedeutung des Friedenssaals. Hier sowie im benachbarten Münster sei der Westfälische Friede über mehrere Jahre verhandelt und schließlich besiegelt worden. Die Einigung von 1648 habe zwar nicht auf direktem Weg in einen demokratischen Parlamentarismus geführt, sei aber ein Meilenstein auf dem langen Weg dorthin gewesen. „Gerade in Zeiten, in denen die Demokratie unter Druck gerät, erinnert uns dieser Friedenssaal jeden Tag aufs Neue daran: Politik beginnt mit dem Dialog. Und Demokratie lebt vom Ausgleich unterschiedlicher Interessen“, betonte Pötter.
Es sei eine gute Tradition, dass das Präsidium des Landtags sich den Ausrichtungsort am Vortag des „Tages der Niedersachsen“ anschaue, sagte Landtagspräsidentin Naber und hob die Bedeutung des Landesfestes als „Tag des Zusammenhaltes der Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen“ hervor. „Ich kann nur sagen: Osnabrück ist eine Stadt, die besonders gut geeignet ist für den ,Tag der Niedersachsen‘, bringt er doch Tradition und Moderne, Brauchtum und Zukunft zusammen.“
Der 38. „Tag der Niedersachsen“ wird von Freitag, 29. August, bis Sonntag, 31. August, in Osnabrück gefeiert. Auf acht Bühnen wird bei freiem Eintritt ein buntes Kulturprogramm geboten, während sich auf zehn Themenmeilen Vereine, Verbände und Institutionen und ganz Niedersachsen präsentieren.




